Öffnungszeiten
Montag - Freitag 06:00 - 18:30Uhr
Samstag 06:00 - 13:00Uhr
Sonntag 07:30 - 12:00Uhr
Kontakt
Telefon: 07042 / 801080
Telefax: 07042 / 801088
Addresse: Bahnhofstraße 9, 75428 Illingen


Wenn es Brot regnen wollte, würde der Himmel mit Teig bewölkt sein.
Arabisches Sprichwort

Gewicht halten!

"Wann kann ich wieder normal essen?"

"Was ist normal essen? So wie vor dem Abnehmen?"

 

"So wie davor - geht`s nicht mehr!"

 

Das muß uns von Anfang an klar sein!

Das Ziel vom Abnehmen muß sein, daß man das Gewicht danach auch halten kann.

Sonst macht Abnehmen doch gar keinen Sinn!

 

Deshalb, ich wiederhole mich da gerne, machen Diäten in denen man sich nicht auf die Zeit danach vorbereitet genau so wenig Sinn.

Ich muß lernen:

- wieviel Energie verbrauche ich (daraus folgt),

- wieviel und in welcher Form (KH, Fett, EW) darf ich zu mir nehmen,

- wieviel Bewegung brauch ich, was passiert wenn....

 

Abnehmen ist einfach - Gewicht halten... naja!

 

Sommerzeit - Ferienzeit. Gleich viel Essen - weniger Bewegung.

 

Im September und Oktober jagt bei uns eine Gebutstagsfeier die nächste.

Gleich viel Bewegung - mehr Essen.

 

Nachdem ich die Geburtstags- und Zwiebelkuchenzeit fast schadlos überstanden hab, gehts im November nahtlos über in die Vorweihnachtszeit mit Stollen, Schnitzbrot, Gewürz-Kuchen, -Bobbes und Weinachtsbrödle.

 

Zu groß sind die süßen Verlockungen, daß ich da großen Widerstand leisten könnte.

 

 

Oder ist jetzt eh die Zeit sich einen Fettspeicher (auf den Rippen) für den Winter anzulegen.

 

Wer jetzt sein Ernährungscontrolling nicht im Griff hat....

 

Bin zwar immer noch U100. Durch meine halbherzige Ernährngsinputdokumentation (ich nehms grad mit meinen Berechnungen nicht so genau) hab ich aber schon Probleme mein Gewicht zu halten.

 

2 bis 3 Kilo gehts rauf und runter.

 

Ich fühl mich als wär ich immer noch im Abnehmmodus, zu genau muß ich auf den Input achten.

 

Ein bißle zu viel gegessen oder ein bißle zu wenig bewegt macht sich sofort auf der Waage bemerkbar.

 

Ich bleib aber dran! Über den Winter will ich auf jeden Fall U100 bleiben, vielleicht wirds im Frühjahr wieder einfacher.


 

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Es kann auch etwas Butter sein.
Hans Ritz

ATI - Proteine

Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall nach dem Verzehr von glutenhaltigem Getreide.

Oobwohl eine Zöliakie oder Allergie ausgeschloßen wurde, leiden viele Menschen an den selben Symptomen.

 

Durch das Ausschlußverfahren und einer Besserung bei einer glutenfreien Diät kann man von einer Glutensensitivität ausgehen.

 

Jüngste Forschungen haben gezeigt, daß nicht (allein) das Klebereiweiß (Gluten) dafür verantwortlich ist, sondern vielmehr die ATI - Proteine (Amylase-Trypsin-Inhibitoren).

 

Es konnte nachgewiesen werden, daß die ATIs entzündliche Veränderungen verursachen.

 

Fälschlicher Weise wurde angenommen, und auch in den Medien aufgebauscht, das ATIs in unser Getreide bewußt hineingezüchtet wurde.

ATI ist ein natürlicher Bestandteil (Eiweißmolekühl) fast aller glutenhaltigen Getreidesorten.

 

Durch Züchtung ertragreicherer und verarbeitungssicherer Hochleistungsgetreidesorten haben sich auch die ATIs dramatisch erhöht.

 

In alten Getreidesorten Emmer, Einkorn, Dinkel - Alte Sorten wie: Bauländer Spelz oder Oberkulmer Rotkorn, Ur-Weizensorten - Z.B. Kamut finden wir nur ca. 1/5 der ATIs gegenüber den modernen, hochgezüchteten Sorten. Bei einer alten Einkornsorte sogar gar keine.

 

Die ATIs haben die Aufgabe das Getreide im Fruchtstand vor Fraßschädlingen zu schützen.

Je mehr ATIs Vorhanden sind, desto besser der Schutz.

 

Kein Wunder also, daß auch wir gesundheitliche Probleme bekommen.

Schätzungen zu Folge leiden etwa 5 - 7%, laut einigen Studien sogar bis zu einem 1/4 der Bevölkerung an einer Form dieser Weizensensitivität.

 

Anders wie bei Zöliäkie und einer Weizenallergie ist bei der Weizensensitivität der Konsum in Maßen erlaubt.

Das Meiden der großen Glutenquellen: Brot, Pizza und Nudeln sollte ausreichen.

 

                                            Oder, besser noch!

 

Wir verarbeiten in Zukunft noch mehr ursprüngliche Sorten, wie Einkorn, Emmer und Kamut mit deutlich weniger ATIs und setzen bei Dinkel und Weizen auf Saatgut alter Sorten, nicht auf immer mehr Ertrag und zweifelhaften Qualtäten.

 

Dann bin ich mir sicher werden wir in Zukunft bekömmlichere, verträglichere und gesündere Lebensmittel haben.

 

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Es kann auch etwas Butter sein.
Hans Ritz

Regionale Genüsse erleben

 

Zum Thema "Regionale Genüsse erleben" hatte mich schon Anfang des Jahres H. Mayer vom Bürgertreff in Vaihingen angesprochen, ob ich nicht irgendeinen Vortrag zu diesem Thema halten könnte.

 

Spontan sagte ich für einen Termin im Oktober zu, ohne genau zu wissen, was da eigentlich auf mich zukommen würde.

 

Je näher der Temin kam umso nervöser wurde ich. So schlecht geschlafen wie ein paar Tage vor diesem Termin habe ich selbst vor meiner Meisterprüfung nicht.

 

Obwohl die Nachfrage größer war als erwartet, wurden nur 34 Anmeldungen wegen der beschränkten Plätze im Raum "Vaihingen" zugelassen.

 

Kindergartenkindern, Schulkindern oder Konfirmanden, die regelmäßig zu Besuch bei mir in der Backstube sind, etwas von meinem Beruf erzählen oder zeigen - kein Problem.

 

Aber, vor Erwachsenen, auf fremdem Terrain. Welche Themen interessieren eigentlich Erwachsene, was erzähl ich denen, wie fülle ich 1,5 Stunden ohne daß es langweilig wird. Ohje ohje!

- Regionale Backwaren und Anbau

- Biologische Backwaren und Anbau

- Ernährungsberatung mit dem Schwerpunkt auf Backwaren

- Gesundes Abnehmen ohne Verzicht auf Kohlenhydrate

- Handwerkliche Herstellung von Backwaren - Industriebackware

das alles und noch viel mehr konnten Themen für meinen Vortrag sein.

 

Ein 90 minütiger Vortrag vom Blatt kam für mich nicht in Frage.

Lebendig und anschaulich sollte es werden.

 

Damit ich mich etwas aklimatisieren und Nervosität ablegen könnte hab ich mich dafür entschloßen im ersten Teil mit einer 15 bis 20 min. Diavortrag die Teilnehmer in eine visuelle "Nacht des Backens" zu entführen.

 

Im zweiten Teil wollte ich anhand von Verkostungsbeispielen den Unterschied und die Auswirkungen von verschiedenen Rezepturen und anderer Parameter auf den Geschmack, Konsistenz und Frischhaltung sensibilisieren.

- Salzgehalt

- tourierte Teige

- Backferment - Sauerteig

- Kapselbrot - frei Geschobenes

- Quellstücke - Kochstücke

- Teigruhezeiten

 

Nachdem ich mich, meine Familie und unsere Bäckerei vorgestellt hatte, forderte ich die Teilnehmer auf immer gleich Fragen zu stellen.

 

Anhand von 120 Bilder konnte ich zeigen wie in einer handwerklichen Bäckerei biologische Backwaren hergestellt werden.

 

 

 

 

 

Allerdings, wurden, weil sich doch viele Fragen ergaben, aus den veranschlagten 15 min fast 2 Stunden.

 

Dadurch kam der zweite Teil aus zeitlichen Gründen viel zu kurz.

 

Wir konnten dann nur noch bewußt ein Baguette mit geringem Salzgehalt verkosten. Um auf die Pläne der EU, den Salzgehalt in Backwaren zu beschränken, hinzuweisen.

 

Da wir deutschen Bäcker das so nicht akzeptieren, wollen wir unsere Brotvielfalt als Weltkulturerbe schützen lassen.

 

Besonders das Brot mit dem Kochstück war dann noch von großem Interesse.

 

Der Sinn der anderen Verkostungsbrote kam dann im allgemeinen Verkostungstumult etwas zu kurz.

 

Alles in allem ein gelungener, kurzweiliger Abend, und von Nervosität keine Spur, also, völlig umsonst schlecht geschlafen.

 

Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8