101 Kilo

09.06.2014

                             Der Bauch muß weg!

 

Als ich im Januar mit meinem Blog gestartet bin, hab ich mir vorgenommen objektiv an die Themen heranzugehen, sie zu durchleuchten und zu bewerten. Am Anfang, glaub ich, ist mir das auch gut gelungen. Spätestens seit meinem Blog "105 Kilo" konnte man nicht nur zwischen den Zeilen lesen wie ich zu manchen Diäten stehe oder was ich davon halte.

 

Von Anfang an war ich zwar davon, wie man sich gesund ernährt und Gewicht reduziert überzeugt, hatte mich aber noch nicht 100%tig festgelegt.

 

Im letzten halben Jahr hab ich sehr viel dazu gelernt. Meine Meinung wurde dadurch aber bestätigt und gefestigt.

 

Wenn ihr super objektive Infos über Ernährung, Diäten, gesundes Abnehmen und Fitness haben wollt, kann ich euch 2 Internetseiten besonders empfehlen:

 

-http://www.trendfit.net und http://www.gesuender-abnehmen.com

 

Dort bekommt ihr Objektivität, fundiertes Wissen, Ernährungsforen, Communities usw. usw.

 

So aber jetzt zum eigentlichen Thema -

                                         Der Bauch muß weg!

 

Demnächst ist von mir nicht mehr viel übrig, und mein Bauch ist immer noch da (Späßle). Im Spiegel sieht man selbst kaum Fortschritte. Das sehen die Anderen schon vorher und sprechen mich an.

 

Leider hab ich am Anfang verpasst meinen Hals-, Taillen- und Bauchumfang zu messen und zu notieren - unbedingt machen wenn ihr anfangen wollt abzunehmen.

 

 

Die Hose konnte ich mal ohne Gürtel anziehen. Derweil mußte ich mich komplett neu einkleiden.

Neue Hosen, neue T-Shirt, neue Jacken.

 

Zurück zum Bauch. Warum muß der weg?

 

Der BMI ( Body Mass Index) gibt das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße an. Leider macht er keine Aussage darüber wo das Fett sitzt, oder wieviel Muskelmasse vorhanden ist.

 

Gehen wir davon aus, daß die meisten von uns keine Bodybuilder sind, bleiben noch die Möglichkeiten:

 

1. Das Fett sammelt sich um Hüfte, Po und Oberschenkel (Birnentyp) oder

 

2. Um den Bauch und die inneren Organe, als inneres (viszerales)  Bauchfett                 (Apfeltyp).

 

Noch vor wenigen Jahren wurde die abdominale Adipositas mit zuviel "innerem Bauchfett" völlig unterschätzt. Man glaubte, Fettgewebe sei eine inaktive, annähernd tote Masse.

 

Das Bauchfett bildet sich um die Organe des Verdauungssystems, und bleibt zunächst unerkannt. Erst mit zunehmender Fetteinlagerung schwillt der Bauch sichtbar an.

 

Im Gegensatz zum Fett an anderen Stellen, produziert das Bauchfett Stoffe, die dem Körper nur Nachteile bringen.

 

Sie staigern den Appetit und fördern die Entstehung von typischen Zivisilationskrankheiten - Herz-Kreislaufkrankheiten und Diabetes bis Alzheimer und Krebs.

 

Also weg mit der Kugel, die wir vor uns her tragen. Die sieht nicht nur echt schei... aus und schränkt uns in unserer Bewegungsfreiheit ein, die wirkt sich auch negativ auf unsere Gesundheit aus.

 

                                   Jetzt noch die gute Nachricht.

 

Eine Untersuchung an Mäusen hat gezeigt, selbst bei hohem Übergewicht kann Bewegung (Trainings) - auch ohne Gewicht zu reduzieren - die gesundheitlichen Risiken  reduzieren.

 

Auf den Menschen übertragen - ca. 30 min "gehen" an 5 Wochentagen würden reichen.

Selbst denjenigen die langfristig mit Gewichtsabnahme zu kämpfen haben, können so das Risiko für Herzkrankheiten und Diabetes minimieren.

 

                                             In diesem Sinne:

 

      Lieber dick und fit als schlank und schlapp!

 

 

 


 102 Kilo

01.06.2014

                               Was ist denn das?

 

Heute hab ich mal was ganz anderes für euch! Ein Rätsel!

Ich hab mir überlegt, ein regionales Brot aus Urgetreidesorten zu backen. Ein Brot mit drei verschiedenen Getreidesorten. Aber nur Getreide ist natürlich ziemlich langweilig. Deßhalb hab ich überlegt was könnte noch als besondere Zutat drin sein.

 

Es mußte etwas sein, das bei uns ohne Probleme anzubauen ist, etwas regionales, aber doch etwas Besonderes.

 

Ich hatte auch schon eine Idee.

 

Im April hab ich unseren Bio Landwirt, Michael Braun, angerufen und gefragt, ob er das für mich anbauen könnte. Mit den Brauns arbeiten wir schon über 20 Jahre zusammen.

 

Dann ging alles sehr schnell. Michael besorgte sich ratzfatz Saatgut und das nötige knowhow - diesen Rohstoff hatte er vorher auch noch nie angebaut.

 

Ich dachte nicht, daß das dieses Jahr noch was wird, und hab eigentlich erst nächstes Jahr mit der ersten Ernte gerechnet.

 

Aber seht selbst. Die Saat ist gut aufgegangen und in ein paar Wochen werden unsere Pflänzlein blühen.

 

 

 

Was glaubt ihr, was könnte das werden?

 

Unter baeckerrschaefer@gmail.com könnt ihr mir eure Tipps, Ideen oder Lösungsvorschläge schicken.

 


 103 Kilo

01.06.2014

                                  Sport ist Mord !!!

 

Natürlich nicht! Jetzt kommt, wie so oft, das große ABER!

 

Jeder, der sich mit dem Abnehmen beschäftigt, muß sich auch über zusätzliche Bewegung - Trainings Gedanken machen.

Wir erinnern uns: "Wir brauchen eine negative Energiebilanz."

Mit zusätzlicher Bewegung verbrauchen wir mehr Kalorien. Das erhöht unseren Erfolg beim Abnehmen, oder wir können mehr essen.

 

Und da gibt es unzählige Möglichkeiten. Ich mach mal ein paar Beispiele auf der Grundlage von 1 Stunde:

- Schwimmen: ca. 800 - 1000 kcal

- Joggen langsam: 800 kcal

- Joggen schnell: 1400 kcal

- Aquajogging: 800 kcal

- Wandern (mit Rucksack): 700 kcal

- mit dem Hund raus: 400 kcal

- Fußball (Hobby): 750 kcal

- Tennis: 800 kcal

- Pilates/Gymnastik: 400 kcal

 

Also, es lohnt sich etwas zu tun!

 

                                             ABER!!!

 

Hier ein Zitat von Mae West:

 

"Zuviel des Guten kann wundervoll sein!"

 

Hier liegt die Betonung eindeutig auf dem " kann "!

 

Zuviel des guten Essens: Das wissen wir wie das endet - mit Übergewicht.

Zuviel des guten Sports: Das mußte ich jetzt am eigenen Leib erfahren, meldet sich irgendwann der Körper und will nicht mehr.

 

Mittwoch :    17.00 bis 19.00 Uhr Torspielertraining

                   19.15 bis 20.30 Uhr Aerobic/Gymnastic

                   20.30 bis 22.00 Uhr Basketball/Hockey oder sowas ähnliches

Donnerstag: 8.00 bis 9.10 Uhr Rückengymnastic

                  10.00 bis 12.00 Uhr Tennis

Täglich:       mindestens 1 Stunde mit dem Hund raus

 

Nachdem mein Fitnesstrainer wegen Rücken- oder Hüftproblemen in tierärztliche Behandlung mußte, bin nun ich an der Reihe.

 

Fußschmerzen - Überlastung, Beinschmerzen - Übermüdung, Knieschmerzen - wahrscheinlich die Menisken, Rückenschmerzen - ein ausgerenkter Brustwirbel,ein entzündeter Versensporn - kurzfristig mit Einlagen verbessert, hab ich irgendwie, alles erfolgreich ignoriert.

 

Aber jetzt auch noch eine Oberschenkelzerrung vom Tennisspielen, wirft meine Bewegungs- und Fitnessplanung doch gehörig durcheinander.

 

"Mach langsam! Ausgewogener dosieren! Nicht alles auf einmal! Du bist keine 20 mehr!" Schreit mein Körper geradezu heraus.

 

Ok, ok ich bin demütig. Mit kleinen Schritten kommt man manchmal schneller,  auf jeden Fall aber auch, ans Ziel!

 

                          Das kann mich alles nicht stoppen.

                                           Ich bleib dran!

 

 

 

 


 104 Kilo

18.05.2014

                   Können wir helfen?    

     

Immer wieder bekomme ich Anrufe von Kunden, die irgentendwelche Spezialfragen haben, und um Rat fragen.

Nicht selten werden die von Ärzten, Heilpraktikern oder Ernährungsberatern geschickt. Inzwischen hat sich wohl herumgesprochen, daß wir uns mit den Themen:

- Gesunde Ernährung

- Spezielle Ernährungsformen

- Gewichtsab, bzw. -zunahme, Kalorienzählen, BMI

- Nährwertberechnungen

- Allergien

- Diabetes usw.

beschäftigen.

 

Seit meiner Weiterbildung zum "Ernährungsberater im Bäckerhandwerk" beschäftige ich mich intensiv mit Ernährungsfragen und den Folgen.

Dabei ist es mir wichtig eine ausgewogene, vollwertig-gesunde Ernärung mit Genuß und ohne zu hungern in Einklang zu bringen.

Wenn ein Kunde fragt: " Können Sie mir helfen?"

Dann macht es mich stolz und glücklich, wenn ich dann sagen kann:

 

                                Yes, we can!

 

 

P.S. Beim Abnehmen gehts grad etwas langsamer vorran. In den letzten 2 Wochen

"nur" 1 kg abgenommen. Aber ich bleib dran!

 

                                  

 


 105 Kilo

04.05.2014

                                    Glutenfreie - Diät

 

So, nachdem ihr tief in meine psychischen und physischen Abgründe schauen durftet endlich mal wieder etwas zum Thema - Ernährung / Diäten.

 

Historie:

Als ich vor mehr als 30 Jahren meine Bäckerlehre begann, kamen verstärkt die Backmittelproduzenten auf uns Bäcker zu, und wollten uns weiß machen was für tolle Vorteile ihre Backmittel für unsere Gebäcke hätten.

 

Schlagworte, wie: "Knuspriger, Größeres Volumen, längere Frischhaltung" usw. waren deren Verkaufsargumente.

 

Also: Chemie und Gluten rein in die Weckle damit wir den Ansprüchen unserer Kunden gerecht werden konnten.

 

Das damit Natürlichkeit und Geschmack auf der Strecke blieb, war erst einmal zweitrangig.

 

Aber viele unsere Kunden merkten bald, daß Größe nicht gleich Geschmack ist.

Die aufgeblasenen Brötchen blieben bei den meisten Bäckern im Sortiment.

Andere Rezepturen, die mehr handwerkliches Geschick, Knowhow und Zeit erforderten waren nötig.

 

Also: Chemie und Gluten wieder raus aus den Rezepturen, damit der Geschmack mehr Platz hat.

 

Dann kam Dr. Pape und propagierte das Eiweißbrot - wenig Kohlenhydrate, dafür mehr Eiweiß.

 

Also: Gluten wieder rein. Ein aufgeblasenes Etwas mit Ballaststoffen angereichert und als Low Carb oder Guten-Abend-Brot in die Regale. Lecker und natürlich ist was anderes, deßhalb ist der große Hype darauf auch schon wieder vorbei.

 

                                                 So, und jetzt!

 

Das mußte ja so kommen! Nachdem man sich zuerst auf die Fette und dann auf die Kohlenhydrate stürzt und als Sündenböcke für unser Übergewicht und unsere Krankheiten abstemmpelt, sind , wie nicht anders zu erwarten, jetzt auch die Eiweiße / Proteine an der Reihe. Gluten wieder raus?

 

Eine neue Diät - Welle schwappt mal wieder aus den USA herüber.

 

                                  Verzicht auf Gluten

 

Gluten weg - Wampe weg!

 

"Verbannen sie den Weizen aus ihrem Leben" propagiert der amerikanische Mediziner Wiliam Davis in seinem Buch "Wheat Belly" (Weizenwampe).

Jahrelang hat er sich selbst mit Toasts, Bagels,Pfannkuchen, Pasta und Co einen Wabbelbauch angefressen.

Entsetzt über seine Blut- und Fettwerte, Zuckerwerte wie ein Diabetiker - verbannte er sämtliche Weizenprodukte aus seiner Ernährung. Rasch schmolzen die Pfunde und die Blutwerte normalisierten sich.

 

Ein medizinisches Wunder? Wohl kaum!

 

Durch den Verzicht auf seine Hauptkalorienquelle und die dadurch resultierende viel zu hohe Energiezufuhr war es kein Wunder, daß er gesünder und dünner wurde.

 

Aber nicht weil er auf Gluten verzichtete, sondern, weil er in der Summe weniger Kalorien zu sich nahm.

 

Es kommt nicht so sehr darauf an was wir einsparen.

 

Es kommt vielmehr darauf an wieviel wir einsparen.

 

Glutenhaltige Getreidesorten und Lebensmittel gehören allerdings zu den Allergenen.

Deßhalb müssen wir aber nicht prophilaktisch darauf verzichten.

 

Das ist nur für die Menschen wichtig bei denen eine Unverträglichkeit oder Allergie "richtig" diagnostiziert wurde. Nur 0,1 bis 1 % leidet an Zöliakie oder Sprue.

 

Viel häufiger ist z.b. das RDS (Reizdarmsyndrom) das im Gegensatz zur Zöliakie heilbar ist. Der Verzicht auf Gluten bringt hier aber keine nennenswerte Besserung.

 

Bei allen Lebensmittelallergien sind immer irgendwelche Proteinzusammensetzungen die Hauptursache.

Es macht aber keinen Sinn auf all diese Lebensmittel zu verzichten, wenn wir nicht direkt davon betroffen sind. Wenn das wirklich helfen sollte, daß ich nicht krank werde oder ein Allergie auslöse, müßte ich theoretisch vorsorglich auf alle Allergene verzichten.

 

Das sind:

Glutenhaltige Getreide (Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste), Milchprodukte, Eier, Soja, Fisch, Schalentiere, Sesam, Senf, Nüsse, Lupinen.

 

Da bleibt nicht mehr viel übrig!

 

Immer wieder werde ich gefragt auf was ich verzichtet habe.

Großes Erstaunen wenn ich dann erkläre:

"Ich verzichte auf nichts was mir schmeckt und wichtig ist".

Ganz klar, Obst und Gemüse gehören auf meinen Speiseplan. Aber auch Desserts und Kuchen, Brot und Weckle, Pizza und Pasta, Wurst und Käse, Fleisch und und und, alles Nahrungsmittel die mir wichtig sind.

 

                                                   Aber!

 

Nur im Rahmen meiner vorgegebenen Kalorienmenge, das sind aktuell 2350 kcal und in einem ausgewogenen Verhältnis:

- ca. 50 % KH

- ca. 30 % Fett

- ca. 20% EW

 

 Davon kann man locker satt werden.

 

Ich bin der beste Beweis, daß man so auch abnehmen kann.

 

Jetzt:                      27 kg weniger

 

Das spricht doch für sich selbst, oder?

 


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